Merken Mein erster Versuch mit hausgemachtem Likör war eher zufällig. Ich hatte eine Handvoll gefrorener schwarzer Johannisbeeren in meinem Gefrierschrank gefunden, die seit Monaten dort schlummerten, und beschloss spontan, etwas damit anzufangen, anstatt sie wegzuwerfen. Das Ergebnis war so überraschend gut, dass ich sofort ein neues Glas ansetzte. Seitdem ist dieser Likör mein stiller Star im Spirituosenschrank geworden.
Letzten Winter habe ich diesen Likör verschenkt, und ein Freund trank ihn zu schnell, um auch nur zu fragen, ob er selbstgemacht war. Diese stille Bestätigung war für mich wichtiger als jedes Kompliment. Jetzt fragt er jedes Mal, wenn wir uns sehen, ob ich noch mehr habe.
Zutaten
- 500 g frische oder gefrorene schwarze Johannisbeeren: Gefroren funktioniert genauso gut wie frisch und spart dir möglicherweise eine Reise zum Markt. Die Säure dieser kleinen Beeren ist das Herzstück des ganzen Rezepts, also nimm nicht einfach irgendwelche Beeren.
- 300 g Kristallzucker: Dieser löst sich langsam auf und wird Teil der Flüssigkeit, also spare nicht an der Menge. Raffinade funktioniert perfekt, Rohrzucker gibt dir aber einen etwas komplexeren Geschmack.
- 700 ml weißer oder goldener Rum (mindestens 37,5% ABV): Der Alkohol konserviert die Früchte und trägt zu dem glatten Mundgefühl bei. Ich verwende weißen Rum, weil er nicht mit dem Fruchtgeschmack konkurriert, aber goldener Rum verleiht ihm Wärme.
Anleitung
- Die Johannisbeeren vorbereiten:
- Spüle sie schnell ab und trockne sie gründlich ab, besonders wenn du frische verwendest. Achte darauf, dass keine Stiele oder Blätter herumfliegen, da diese dem Likör einen bitteren Geschmack geben können.
- Die Mischung schichten:
- Lege die Johannisbeeren in dein großes, sterilisiertes Glas, dann den Zucker darüber. Mit einem Muddler oder dem Rücken eines Löffels sanft die Beeren quetschen, bis der Saft herauskommt und sich mit dem Zucker vermischt.
- Rum einschenken und mischen:
- Gieße den Rum langsam ein und rühre um. Du wirst sehen, wie die Zuckerkörner beginnen, sich aufzulösen und die Beeren eine dunkelrote Wolke im Alkohol bilden. Verschließe das Glas fest.
- Die erste Woche schütteln:
- Jeden Morgen das Glas kräftig schütteln, um den Zucker zu verteilen und sicherzustellen, dass alles gleichmäßig infundiert wird. Dies ist eine kleine tägliche Routine, die überraschend befriedigend ist.
- Lange infundieren lassen:
- Stelle das Glas an einen kühlen, dunklen Ort für 2–4 Wochen. Je länger du wartest, desto tiefer wird der Geschmack und desto glatter wird der Likör.
- Abseihen und lagern:
- Wenn die Zeit gekommen ist, die Mischung durch ein feines Sieb oder Käsetuch in eine saubere Flasche gießen. Die restlichen Früchte nicht wegwerfen, sie sind köstlich über Eis oder auf Desserts.
Merken Es war ein Oktober-Nachmittag, als ich bemerkte, dass mein vier Wochen alter Likör zu diesem schimmernden, tiefpurpurroten Gebräu geworden war, das so schön war, dass ich fast nicht trinken wollte. Dann machte ich einen Rum-Cocktail damit und verstand plötzlich, warum Menschen so emotional über ihre hausgemachten Flüssigkeiten sprechen können.
Das richtige Glas wählen
Es ist verlockend, irgendein altes Glas aus der Speisekammer zu schnappen, aber ein großes sterilisiertes Glas mit luftdichtem Verschluss macht einen großen Unterschied. Ich hatte einmal ein Glas ohne ordnungsgemäßen Verschluss verwendet, und die Dämpfe verdunsteteten teilweise, was den Alkoholverlust bedeutete. Jetzt kaufe ich spezielle Einmachgläser, und sie sind die beste kleine Investition geworden.
Variationen zum Ausprobieren
Nach meinem ersten erfolgreichen Versuch wurde ich experimentierfreudig. Ich habe Wodka durch Rum ersetzt, und plötzlich war der Geschmack sauberer und direkter. Ein anderes Mal habe ich Branntwein verwendet, was dem Likör eine unerwartete warme, würzige Note gab. Du kannst auch mit verschiedenen Zuckermengen spielen, je nachdem, wie trocken oder süß du deinen Likör magst.
Servieren und Genießen
Dieser Likör ist so vielseitig, dass er sich fast schämt. Ich genieße es am liebsten gekühlt aus einem kleinen Glas, aber es macht sich auch großartig in Cocktails oder als Abschluss nach dem Essen. Manche Tage gieße ich einen Schuss davon über Vanilleeis, und plötzlich ist das Dessert ohne weitere Anstrengung elegant geworden.
- Serviere es im Schnapsglas aus dem Gefrierschrank für die volle, glatte Erfahrung.
- Verwende es als Cocktail-Basis zusammen mit Soda oder anderen Spirituosen für deine eigenen Kreationen.
- Ein kleines Glas nach dem Essen macht den perfekten Digestif, besonders wenn du mit Familie dinierst.
Merken Hausgemachter Likör ist mehr als nur eine Flasche Flüssigkeit; es ist ein geduldiges Projekt, das dir hilft, Zeit und Zutaten anders zu sehen. Machen Sie eine Flasche und genießen Sie das Gefühl, etwas Besonderes erschaffen zu haben.
Fragen und Antworten zum Rezept
- → Wie lange sollte der Johannesbeergeist ziehen?
Der Geist sollte mindestens 2 bis 4 Wochen ziehen, um das volle Aroma zu entfalten. Je länger, desto intensiver der Geschmack.
- → Kann man statt Rum auch andere Spirituosen verwenden?
Ja, anstelle von Rum eignen sich auch Wodka oder Brandy als Basis für die Infusion.
- → Wie bewahre ich den fertigen Johannisbeergeist am besten auf?
Nach dem Abseihen sollte der Geist luftdicht verschlossen und kühl gelagert werden, idealerweise im Kühlschrank.
- → Welche Zutaten sind notwendig für die Herstellung?
Frische oder gefrorene schwarze Johannisbeeren, Zucker und weißer oder goldener Rum sind die Hauptzutaten.
- → Kann ich die Rückstände der Johannisbeeren weiterverwenden?
Ja, die ausgequetschten Johannisbeeren eignen sich als Topping für Desserts oder Eis.